Gut gegen Fehlstart

Ein mehrtägiges Orientierungs-Seminar soll Jugendlichen helfen, den richtigen Beruf zu finden und gut vorbereitet in den Job zu starten. Das kann auch dazu beitragen, die Abbrecherquoten zu senken.

Zwischen dem Ende der Schulzeit und dem Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung liegt für die meisten Jugendlichen eine Phase größter Unsicherheit. Welcher Beruf passt zu mir? Wofür bin ich begabt? Wo liegen meine Stärken? Was will ich erreichen? Diese und ähnliche Fragen zu beantworten fällt naturgemäß in jugendlichem Alter nicht leicht. Und so endet diese Phase trotz zahlreicher Informationsangebote an Schulen, bei der Arbeitsagentur und im Internet oft genug mit einem Fehlstart. Beinahe jeder vierte Berufseinsteiger wird wenig später zum Abbrecher oder Umsteiger.

Was brauchen junge Menschen in dieser Orientierungsphase also wirklich, um die richtige Richtung in Sachen Beruf einzuschlagen? Barbara Fischer- Reineke, Laufbahnberaterin und Karriere-Coach, weiß aus ihrer täglichen Beratungspraxis um die Probleme, die sich aus dem falschen Einstieg in das Erwerbsleben später ergeben. Unlust, Frust, Depressionen, Burnout sind im falschen Job fast unvermeidlich. Und sie weiß auch, wie schwer es dann oft fällt, die Konsequenzen aus dem Fehlstart zu ziehen und von vorne zu beginnen. „Eine falsche Berufswahl kostet viel: Zeit, Geld und vor allem Selbstvertrauen. Wer gleich zu Beginn richtig an die Sache herangeht, kann Irr- und Umwege vermeiden“, sagt die Fachfrau mit psychologischem Background.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Heike Grosenick, Berufs- und Organisationsberaterin, hat sie deshalb den Workshop „JobStartKlar“ speziell für Schulabgänger entwickelt. Heike Grosenick: „Viele Schulabgänger und Studenten finden den Weg in die Arbeitswelt im Grunde letztlich durch Versuch und Irrtum. Da ist das Scheitern in etlichen Fällen programmiert. Wir wollen den jungen Leuten helfen, ihre Trefferquote zu erhöhen und gleich beim ersten Mal den wirklich passenden Beruf zu finden“.

An drei Samstagen folgen die Jugendlichen in einem Gruppenworkshop entlang der Fragen „Wer bin ich und was kann ich?“ „Was will ich werden?“ und „Wie komme ich dahin?“ der eigenen Fährte. Mit Persönlichkeitstests, Typen- Analyse, Stärken-Profil und Neigungs-Barometer wird zunächst ermittelt, welche Charakteristika vorliegen und was den jeweiligen Menschen ausmacht. Im Karriere-Compass werden dann alle Berufswünsche, Vorstellungen, Kindheitsträume und Hoffnungen gesammelt und ausgewertet, um gezielt zu einer Berufsfeld-Erkundung aufzubrechen. Die Erstellung einer Bewerbungsmappe mit fachkundiger Unterstützung, ein Präsentationscoaching für den gelungenen Auftritt und ein professionelles Fotoshooting runden das Angebot ab.

Und jede Menge Spaß soll es dabei für die jugendlichen Berufungs-Wähler auch noch geben. „In der Gruppe werden die Menschen generell lockerer und gerade für Jugendliche ist das Eintauchen in eine Gemeinschaft Gleichgesinnter von großer Bedeutung. Außerdem bleibt der Workshop im Vergleich zu einem Einzelcoaching bezahlbar – das war uns sehr wichtig“, sagt Barbara Fischer-Reineke, die auch ihren eigenen Sohn und einige seiner Freunde durch die schwierige Findungsphase gecoacht und in ihre Traumjobs gebracht hat.

Workshop-Termine

auf Anfrage

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